
Elektro-Kleintraktor: Was kann ein kompakter E-Traktor?
Die kurze Antwort
Ein Elektro-Kleintraktor ist ein kompakter Traktor mit Allradantrieb, der mit einem Akku statt mit Diesel fährt. Er ist klein genug für Ställe, Gewächshäuser, Parks und schmale Wege, zieht, mäht, kehrt und lädt aber wie ein vollwertiger Traktor. Da er leise und emissionsfrei arbeitet, können Sie ihn auch in Innenräumen und in lärmempfindlichen Umgebungen einsetzen.
Knegt baut drei elektrische Kompakttraktoren: den 304G2E (45 PS), den 404G2E (55 PS) und den 504G3E (65 PS).
Was genau ist ein Elektro-Kleintraktor?
Kleintraktor, Minitraktor, Kompakttraktor: Gemeint ist in der Praxis dasselbe. Es handelt sich um einen Traktor, der kleiner und leichter ist als ein Ackerschlepper, aber die Funktionen bietet, die Sie von einem Traktor erwarten. Dazu gehören Allradantrieb, ein Hubwerk für Anbaugeräte am Heck und die Möglichkeit, vorne einen Frontlader anzubauen.
Beim Elektrotraktor ersetzen Elektromotoren und ein Lithium-Akku den Dieselmotor. Knegt setzt dabei auf zwei getrennte Motoren: einen für den Fahrantrieb und einen mit 15 PS für die Hydraulik. So bleibt Ihnen hydraulische Leistung für den Frontlader oder ein Anbaugerät, auch während der Fahrt.
Knegt entwickelt und baut seit 2006 Kompakttraktoren in der eigenen Werkstatt im niederländischen Veldhoven. Nach eigenen Angaben brachte Knegt als erstes Unternehmen einen 100 % elektrischen Kompakttraktor auf den Markt.
Wo ein kompakter E-Traktor den Unterschied macht
Die Größe und das Fehlen von Abgasen bestimmen gemeinsam, wo sich ein Elektro-Kleintraktor am meisten lohnt. Ein großer Schlepper passt dort oft nicht hin, und ein Dieseltraktor ist in Innenräumen oder in der Nähe von Mensch und Tier nicht immer erwünscht.
- Pferdehaltung und Reitställe: Ausmisten, Stroh und Futter fahren und Reitböden pflegen, in Ställen und rund um Paddocks, ohne Lärm, der Pferde unruhig macht.
- Baumschulen und Gewächshäuser: Transport und Bodenarbeit zwischen den Kulturen, drinnen und draußen, ohne Abgase bei Pflanzen und Mitarbeitenden.
- Grünpflege und Kommunen: Mähen, Kehren und Geländepflege in Parks und Wohngebieten, auch früh am Morgen.
- Sportanlagen und Golfplätze: Pflege von Plätzen und Wegen, während gespielt wird.
- Freizeit- und Erlebnisparks: Arbeiten zwischen den Besuchern, ohne Lärm und Geruch.
- Viehhaltung und Betriebshallen: Arbeiten in geschlossenen Räumen, in denen Abgase ein Problem sind.
In all diesen Situationen zählt Wendigkeit oft mehr als maximale Leistung. Die genauen Maße und den Wendekreis je Modell finden Sie auf der Modellseite.
Die drei elektrischen Kleintraktoren von Knegt
Alle drei Modelle haben Allradantrieb und Servolenkung, sind CE-zertifiziert und in Europa straßenzugelassen. Der Unterschied liegt vor allem in der Fahrleistung:
- Knegt 304G2E: 45 PS, davon 30 PS für den Fahrantrieb und 15 PS für die Hydraulik. Die kompakteste Wahl für Ställe, Gewächshäuser und enge Gelände.
- Knegt 404G2E: 55 PS, davon 40 PS für den Fahrantrieb und 15 PS für die Hydraulik. Ein Allrounder für Mähen, Transport und Geländepflege.
- Knegt 504G3E: 65 PS, davon 50 PS für den Fahrantrieb und 15 PS für die Hydraulik. Für alle, die bei intensiver Arbeit mehr Zugkraft brauchen.
Beim Akku wählen Sie zwischen 24 kWh und 34 kWh. Wie lange Sie mit einer Ladung arbeiten, hängt von der Arbeitsintensität und der Akkuwahl ab. Mit einem zusätzlichen Akkupaket oder durch Zwischenladen, zum Beispiel in der Pause, arbeiten Sie länger.
- Laden an einer normalen 230-V-Steckdose dauert 8 bis 10 Stunden.
- Mit dem optionalen Schnellladegerät ist der Akku in etwa 2,5 Stunden wieder zu 80 % geladen.
Für alle Modelle sind eine Komfortkabine und ein Stoll-Frontlader erhältlich, und Knegt bietet ein breites Sortiment an Anbaugeräten und Zubehör.
Kleintraktor, Aufsitzmäher oder großer Schlepper?
Sie sind unsicher, welche Maschine zu Ihrer Arbeit passt? Dieser Vergleich hilft bei der ersten Wahl:
- Aufsitzmäher oder Rasentraktor: zum Rasenmähen gedacht. Geeignet für Gärten und Rasenflächen, aber nicht für schwere Zugarbeit, Bodenbearbeitung oder einen Frontlader gebaut.
- Elektro-Kleintraktor: kompakt und wendig, mit Allradantrieb, Hydraulik für Anbaugeräte und Frontlader. Geeignet für die tägliche Arbeit auf Hof und Gelände, in Ställen und Gewächshäusern.
- Großer Ackerschlepper: viel Leistung für große Flächen und schwere Feldarbeit, aber zu groß und zu schwer für schmale Wege, Innenräume und empfindlichen Untergrund.
Für die meisten Betriebe und Organisationen, die viele verschiedene Arbeiten auf begrenzter Fläche erledigen, ist der Kleintraktor der logische Mittelweg. Die Frage ist dann vor allem, welche Leistung und welcher Akku zu Ihrem Arbeitstag passen.
Ein Elektrotraktor hat außerdem weniger bewegliche Teile als ein Dieselmotor. Knegt empfiehlt eine Wartung alle 350 Stunden oder einmal im Jahr, und Sie erhalten 2 Jahre Werksgarantie.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Elektro-Kleintraktor stark genug für echte Arbeit?
Ja. Dank des separaten Hydraulikmotors mit 15 PS bleibt Leistung für den Frontlader oder ein Anbaugerät übrig. Für schwerere Zugarbeit wählen Sie den 404G2E oder 504G3E.
Darf ein Elektro-Kleintraktor auf öffentlichen Straßen fahren?
Die elektrischen Knegt-Traktoren sind CE-zertifiziert und in Europa straßenzugelassen.
Kann ich einen Elektro-Kleintraktor in Innenräumen einsetzen?
Ja. Da er keine Abgase ausstößt und leise ist, eignet er sich für Ställe, Gewächshäuser und Betriebshallen.
Was kostet ein Elektro-Kleintraktor?
Das hängt vom Modell, vom Akku und von Optionen wie Kabine und Frontlader ab. Fordern Sie ein Angebot an oder stellen Sie Ihre Ausführung im Konfigurator auf der Modellseite zusammen.
Einen Elektro-Kleintraktor selbst testen
Den Unterschied eines leisen, kompakten Traktors erleben Sie am besten auf Ihrem eigenen Gelände. Fordern Sie eine kostenlose Vorführung an, vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch oder finden Sie einen Knegt-Händler in Ihrer Nähe. Gemeinsam schauen wir, welches Modell, welcher Akku und welche Anbaugeräte zu Ihrer Arbeit passen.





















