
Elektrotraktor laden: Steckdose oder Schnellladegerät?
Die kurze Antwort
Einen elektrischen Kompakttraktor von Knegt laden Sie an einer normalen 230-V-Steckdose oder mit dem optionalen Schnellladegerät. An der Steckdose dauert eine volle Ladung 8 bis 10 Stunden, ideal für die Nacht. Mit dem Schnellladegerät laden Sie den Akku in etwa 2,5 Stunden von 30 auf 80 Prozent, zum Beispiel während einer Pause.
Zwischenladen ist jederzeit möglich, und für lange Tage gibt es optional ein zusätzliches Akkupaket. Eine spezielle Ladestation brauchen Sie für den Einstieg also nicht.
Drei Wege, Ihren Traktor mit Strom zu versorgen
Die elektrischen Knegt-Modelle 304G2E, 404G2E und 504G3E arbeiten mit einem Lithium-Akku. Beim Kauf wählen Sie zwischen einem Akku mit 24 kWh und einem mit 34 kWh. Zum Laden gibt es drei Möglichkeiten, die Sie kombinieren können:
- Laden an der Steckdose: Sie schließen den Traktor an eine normale 230-V-Steckdose an. Das ist der einfachste Weg und passt zu Betrieben, die den Traktor tagsüber nutzen und nachts laden.
- Laden mit dem Schnellladegerät: Das Schnellladegerät ist als Option erhältlich. Damit laden Sie in etwa 2,5 Stunden von 30 auf 80 Prozent. Praktisch, wenn Sie in der Mittagspause oder zwischen zwei Arbeiten nachladen möchten.
- Zusätzliches Akkupaket: Mit einem optionalen zusätzlichen Akkupaket verlängern Sie die Arbeitszeit. Das ist vor allem interessant, wenn Sie lange Tage mit wenigen Pausen zum Laden haben.
Welche Kombination am besten passt, hängt davon ab, wie viele Stunden Sie täglich arbeiten, wie schwer die Arbeit ist und wie viel Zeit zwischen den Arbeitsblöcken liegt.
Wie lange dauert das Laden? Ein Vergleich
Die Ladezeit unterscheidet sich je nach Methode deutlich:
- 230-V-Steckdose: Eine volle Ladung dauert 8 bis 10 Stunden. Sie brauchen kein zusätzliches Gerät und können fast überall laden, wo es eine Steckdose gibt.
- Schnellladegerät: von 30 auf 80 Prozent in etwa 2,5 Stunden. Bei Lithium-Akkus geht der letzte Teil der Ladung meist langsamer, deshalb wird die schnelle Ladezeit bis 80 Prozent angegeben.
- Zusätzliches Akkupaket: Das ist keine Lademethode, sondern zusätzliche Kapazität. Sie arbeiten länger, bevor Sie laden müssen.
Wie lange ein voller Akku hält, hängt vom Modell, von der Akkuwahl und von der Arbeitsintensität ab. Leichte Arbeiten wie Transport oder Kehren brauchen weniger Strom als schwere Schubarbeit mit dem Frontlader oder ein Anbaugerät, das ständig über die Hydraulik läuft. Außerdem verbraucht ein Elektrotraktor im Stillstand keine Energie, anders als ein Dieselmotor, der im Leerlauf weiterläuft.
So arbeiten Sie einen ganzen Tag durch: Ladestrategie in 4 Schritten
Mit einer einfachen Ladestrategie holen Sie das Beste aus Ihrem Akku heraus. Gehen Sie diese Schritte durch:
- Analysieren Sie Ihren Arbeitstag: Wie viele Stunden arbeiten Sie durchschnittlich mit dem Traktor, und welche Arbeiten brauchen viel Leistung? Notieren Sie auch, wann der Traktor ohnehin steht, etwa in Pausen oder bei Besprechungen.
- Laden Sie nachts an der Steckdose: Starten Sie jeden Tag mit vollem Akku. Mit 8 bis 10 Stunden Ladezeit an 230 V passt das gut in die Nacht.
- Nutzen Sie Pausen zum Zwischenladen: Zwischenladen ist jederzeit möglich. Mit dem Schnellladegerät bringt schon eine Pause von wenigen Stunden eine deutliche Ladung, sodass Sie auch die zweite Tageshälfte durcharbeiten.
- Wählen Sie bei Bedarf mehr Kapazität: Arbeiten Sie lange Tage ohne Pausen, lohnt sich ein zusätzliches Akkupaket oder der größere Akku mit 34 kWh.
Sie sind unsicher, welcher Akku und welche Ladelösung zu Ihrem Einsatz passen? Ihr Knegt-Händler rechnet das gern anhand Ihrer täglichen Arbeiten mit Ihnen durch.
Wo laden Sie und wie bleibt der Akku gesund?
Zum Laden brauchen Sie keinen Kraftstofftank und kein spezielles Lager, wohl aber einen festen, sinnvollen Ladeplatz. Achten Sie dabei auf Folgendes:
- Wählen Sie einen trockenen, überdachten Platz, zum Beispiel in der Scheune, im Stall oder in der Halle, wo der Traktor ohnehin steht.
- Sorgen Sie für eine gut erreichbare Steckdose oder einen Anschluss für das Schnellladegerät, damit Sie nicht mit langen Verlängerungskabeln arbeiten müssen.
- Haben Sie eine Photovoltaikanlage, können Sie den Traktor tagsüber mit Ihrem eigenen Solarstrom laden.
- Möchten Sie das Schnellladegerät nutzen oder eine vorhandene Ladestation verwenden, fragen Sie bei Knegt oder Ihrem Händler nach, welcher Anschluss dafür nötig ist.
Der Lithium-Akku ist für 3.500 Ladezyklen ausgelegt. Zwischenladen ist dabei kein Problem; Sie müssen den Akku nicht erst ganz leer fahren. Befolgen Sie im Übrigen die Hinweise in der Bedienungsanleitung und lassen Sie den Traktor alle 350 Betriebsstunden oder mindestens einmal im Jahr warten. Knegt gibt 2 Jahre Werksgarantie, mit der Möglichkeit erweiterter Garantiepakete.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich einen Elektrotraktor einfach zu Hause oder auf dem Hof laden?
Ja. Eine normale 230-V-Steckdose genügt. Eine volle Ladung dauert dann 8 bis 10 Stunden.
Brauche ich eine Ladestation für einen Elektrotraktor?
Nein, für den Einstieg nicht. Wenn Sie schneller laden möchten, gibt es ein optionales Schnellladegerät, das den Akku in etwa 2,5 Stunden von 30 auf 80 Prozent lädt.
Darf ich zwischendurch laden, auch wenn der Akku noch nicht leer ist?
Ja, Zwischenladen ist jederzeit möglich, zum Beispiel in der Mittagspause.
Welche Akkus gibt es?
Knegt bietet einen Akku mit 24 kWh und einen mit 34 kWh an. Zusätzlich ist ein weiteres Akkupaket als Option erhältlich, damit Sie länger arbeiten können.
Beratung zu Laden und Arbeitszeit für Ihren Betrieb
Sie möchten wissen, welcher Akku, welche Ladelösung und welches Modell zu Ihrem Arbeitstag passen? Vereinbaren Sie eine kostenlose Vorführung und erleben Sie den elektrischen Kompakttraktor von Knegt auf Ihrem eigenen Gelände. Sie möchten lieber zuerst sprechen? Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch, fordern Sie ein Angebot an oder finden Sie einen Knegt-Händler in Ihrer Nähe. Gemeinsam erfassen wir Ihre Arbeiten, damit Sie genau wissen, wie Sie einen ganzen Tag elektrisch durcharbeiten.



























